Welche Neoprendicke sollte man für seinen Taucheranzug wählen?

Welche Neoprendicke sollte man für seinen Taucheranzug wählen?
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Welche Neoprendicke sollte man für seinen Taucheranzug wählen?

Die Dicke eines Tauchanzugs entspricht der Dicke seines Neoprens, gemessen in Millimetern. Tauchanzüge werden häufig in 3, 5 oder 7 mm angeboten: Je dicker das Neopren ist, desto stärker begrenzt es den Wärmeverlust, allerdings kann der Anzug dadurch steifer und schwieriger anzuziehen oder zu tragen sein.

Diese Zahlen bezeichnen die Materialdicke, nicht eine Temperatur, bei der der Anzug garantiert geeignet ist. Sie dienen als erster Anhaltspunkt zum Vergleich der Modelle; der Tragekomfort hängt auch von der Konstruktion des Tauchanzugs und den Tauchbedingungen ab.

 

Wozu dient die Neoprendicke?

 

Neopren ist ein Schaumstoff, der kleine Gaszellen enthält. Diese Struktur trägt zur Isolierung des Körpers bei. In einem Nassanzug dringt eine dünne Wasserschicht zwischen Körper und Anzug ein; sie erwärmt sich durch den Kontakt mit der Haut. Der Anzug muss ausreichend eng anliegen, um den Austausch dieses Wassers durch kälteres Wasser zu begrenzen.

Unter Druck wird das Neopren komprimiert: Es wird dünner und seine Isolierwirkung nimmt ab. Deshalb reicht die auf dem Anzug angegebene Dicke allein nicht aus, um den Wärmekomfort während des gesamten Tauchgangs vorherzusagen. 

In der Praxis bedeutet die Wahl der Dicke daher, einen Kompromiss zwischen Wärmeisolierung und Bewegungsfreiheit zu finden. Die folgenden Abschnitte geben Richtwerte nach Dicke an, ohne sie als absolute Regeln darzustellen.

 

Welche Dicke je nach Wassertemperatur?

Richtdicke Temperaturorientierung Zu beachten
3 mm Etwa 24 °C und mehr Warmes Wasser und Tauchgänge im Sommer
5 mm Etwa 18 bis 24 °C Gemäßigte Gewässer und Freizeittauchen unter wechselnden Bedingungen
7 mm Etwa 10 bis 18 °C Kühle Gewässer, mit besonderem Augenmerk auf Zubehör und Tauchdauer
Außerhalb der üblichen Richtwerte Kalte Bedingungen oder lange Tauchgänge Je nach Einsatz kann ein halbtrockener oder trockener Tauchanzug in Betracht kommen
 

Diese Temperaturbereiche dienen als Orientierung bei Ihrer Wahl, bestimmen jedoch nicht allein, welcher Anzug erforderlich ist. Bei derselben Temperatur kann ein kälteempfindlicher Taucher oder jemand, der einen langen Tauchgang plant, einen höheren Schutz wünschen. Auch ergänzende Ausrüstung und die Art des Anzugs spielen eine Rolle.

 

3-mm-Tauchanzug: für warme Gewässer

Ein 3-mm-Taucheranzug wird in der Regel für warme Gewässer und Tauchgänge gewählt, bei denen Bewegungsfreiheit gefragt ist. Er bietet weniger Isolierung als ein dickeres Modell. Wenn Ihre Tauchgänge lang sind oder Sie kälteempfindlich sind, prüfen Sie, ob diese Dicke tatsächlich Ihren Bedürfnissen entspricht.

5-mm-Tauchanzug: ein vielseitiger Kompromiss

5 mm sind eine gängige Wahl für gemäßigte Gewässer. Diese Dicke bietet einen Kompromiss zwischen Isolierung und Flexibilität, ist aber nicht automatisch für alle Taucher und Bedingungen geeignet. Berücksichtigen Sie die Dauer Ihrer Tauchgänge, den Schnitt des Modells und Ihren gewohnten Komfort im Wasser.

7-mm-Tauchanzug: mehr Schutz für kühle Gewässer

Ein 7-mm-Taucheranzug kann für kühlere Gewässer in Betracht kommen. Zubehör wie Kopfhaube, Handschuhe und Füßlinge kann je nach Bedingungen und gewähltem Anzug ebenfalls zum Wärmekomfort beitragen.

Dickeres Neopren kann weniger flexibel sein und für mehr Auftrieb sorgen. Die Wahl der Ausrüstung und der Bleimenge muss daher an den verwendeten Anzug angepasst werden.

Und wann reicht ein Nassanzug nicht mehr aus?

Wenn Sie in kaltem Wasser, lange oder wiederholt tauchen, kann ein dicker Nassanzug Ihren Anforderungen möglicherweise nicht gerecht werden. Je nach Ihrer Praxis und dem gewünschten Schutzniveau kann dann ein halbtrockener oder trockener Tauchanzug in Betracht kommen.

Ihre Funktionsweise und Auswahlkriterien unterscheiden sich: Lesen Sie unsere Ratgeber, um alles über den Trockentauchanzug zu erfahren und zu entdecken, wozu ein halbtrockener Tauchanzug dient.

Weitere Kriterien, die den Wärmekomfort beeinflussen

Die Dicke allein reicht nicht aus, um den Komfort unter Wasser vorherzusagen. Denken Sie auch an:

  • Die Tauchdauer: Ein langer Tauchgang kann das Kältegefühl verstärken.
  • Ihre persönliche Kälteempfindlichkeit : Nicht alle Taucher empfinden Kälte gleich.
  • Die Passform: Ein zu weiter Anzug kann Wasser zirkulieren lassen; ein zu enger Anzug kann die Bewegungen beeinträchtigen.
  • Der Schnitt und die Konstruktion: Sie beeinflussen Bewegungsfreiheit, An- und Ausziehen sowie die Art und Weise, wie sich der Anzug an den Körper anschmiegt.
  • Das Zubehör : Kopfhaube, Handschuhe und Füßlinge können die Ausrüstung je nach Bedingungen ergänzen.

Wenn Sie weitere Kriterien kennenlernen möchten, die über die Dicke hinaus berücksichtigt werden sollten, lesen Sie unseren Ratgeber zur richtigen Wahl Ihres Tauchanzugs. Entdecken Sie außerdem unsere Auswahl an Tauchanzügen, um die verfügbaren Modelle zu vergleichen.

 

Wählen Sie die Dicke Ihres Tauchanzugs abhängig von der Wassertemperatur, aber auch von der Dauer Ihrer Tauchgänge und Ihrer Kälteempfindlichkeit. Die Richtwerte 3 mm, 5 mm und 7 mm bieten einen ersten Vergleichspunkt, ersetzen jedoch nicht die Bewertung Ihrer individuellen Einsatzbedingungen.

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