Kaufberatung Elektromotor

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Vor dem Kauf eines Elektromotors sollte man sich zunächst über einige Fragen Gedanken machen. Welcher Motor ist der richtige für mein Boot und für den vorgesehenen Verwendungszweck? Elektromotor oder Verbrennungsmotor? Heck-, Bug- oder Flanschmontage? Süß- oder salzwassertauglich? Diese und weitere Fragen im Hinblick auf den Motorkauf sollen in diesem Ratgeber erläutert werden.

Motorarten

Es gibt drei Arten von Elektromotoren: Heck-, Bug- und Flanschmotoren. Jede Art hat ihren jeweiligen Nutzen:

- Heckmotor: Das am weitesten verbreitete Modell. Heckmotoren werden bei Angel- oder Schlauchbooten mit einem Maximalgewicht von 1 Tonne für Motoren mit mehr als 100 Pfund Schubkraft verwendet. Sie werden verwendet, um von A nach B zu kommen.

- Bugmotor: Bugmotoren werden dazu verwendet, um Angelplätze zu erkunden. Man benutzt einen Verbrennungsmotor, um an die Angelstelle zu gelangen, und anschließend verwendet man den Bugmotor, um das Boot geräuschlos von vorne fortzubewegen.

- Flanschmotor: Ausschließlich Außenbordmotoren Flanschmotoren werden ebenfalls zur Erkundung der Angelstelle verwendet. Um dorthin zu gelangen, wird ein Verbrennungsmotor verwendet, und mithilfe des Außenbordmotors kann das Boot an der Stelle fortbewegt werden.

Motor für Süß- oder Salzwasser

Bei Minn Kota besteht die Süßwasser-Reihe (See, Fluss) aus den Modellen Endura, Enduramax, Powerdrive und Traxxis. Salzwassertauglich ist die Reihe Riptide (auch für Süßwasser geeignet).

Was ist der Unterschied zwischen Süß- und Salzwassermotoren? Der Unterschied liegt in der Herstellung. Salzwassermotoren werden aus soliderem Metall hergestellt, ihre Beschichtung ist salzwasserresistent und sie sind mit einer Opferanode ausgerüstet, die die unter dem Bootsrumpf befindlichen Metallteile schützt.

Die Motorwahl

Heckmotor

Bei der Motorwahl sollten zwei Kriterien berücksichtigt werden: Das Gewicht des Bootes sowie die zu bewegende Masse (einschließlich der Personen an Bord).

Beispiel: Nehmen wir ein Boot mit einem Gewicht von 100 kg, zwei Angler und ihr Material. Das Gesamtgewicht liegt bei ungefähr 300 kg. In diesem Fall sollte man einen Motor von 55 Pfund wählen, der mit einer 110 Ah-Batterie eine Geschwindigkeit von 3/4 Knoten ermöglicht.

Anschließend kommt die Wahl des Geschwindigkeitsreglers: Es gibt zwei Arten, und zwar die Standard-Variante (Endura C2 V2, EnduraCamo) und die Geschwindigkeitsregler mit Potentiometer, zu finden in der Reihe Enduramax und Traxxis (für höheres Gewicht und Strömung, ausgestattet mit einem krautabweisenden Propeller).

Wissenswert: Geschwindigkeitsregler und Maximiser existieren auch für Heckmotoren speziell für Salzwasser, also für die Modelle Riptide (40) und Maximiser (Riptide 45 und 55).

Bugmotor für Süßwasser

Minn Kota bietet in seiner Produktreihe mehrere Bugmotoren für Süßwasser an:

Untere Preisklasse

Edge: Dieses Modell ist vergleichsweise schwer und verfügt über ein Pedalsteuersystem. Es lässt sich manuell ausbreiten.

Maxxum: Dieses Modell verfügt über ein Pedalsteuersystem mit Kabel. Dazu kommt ein Stoßdämpfer (durch eine Feder).

Fortrex: Das leistungsstärkste Modell der unteren Preisklasse. Der Fortrex verfügt über ein solideres Chassis und eine solidere Struktur im Allgemeinen.

Mittlere Preisklasse

Powerdrive: Die Powerdrive-Reihe von Minn Kota ist sehr verbreitet und verfügt über ein elektronisches Pedalsteuersystem (installierbar am Bootsheck, durch Ziehen am Pedalkabel).

Terrova: Äquivalent mit dem Traxxis, jedoch ausgestattet mit einem elektronischen Pedalsteuersystem.

Der Vorteil dieser beiden Modelle ist die Kompatibilität mit Technologien wie I-Pilot und I-Pilot Link:

I-Pilot: Kann mit dem Motor oder einzeln gekauft werden. Auf dem Powerdrive lässt man das Pedal weg, wenn man den I-Pilot benutzt. Der Motor wird dann mit einer kabellosen Fernsteuerung gesteuert. Der I-Pilot ist mit einem Kompass ausgestattet, sodass der Motor beispielsweise automatisch in Richtung Norden gelenkt werden kann, oder auch am selben Ort gehalten werden kann (Integrierte GPS-Antenne). Darüber hinaus kann er Routen speichern.

I-pilot Link: Das gleiche Prinzip wie beim I-Pilot, jedoch mit einer Netz-Verbindung zwischen dem Elektromotor und einem Humminbird-Echolot. So kann man die Route auf dem Echolot erstellen, diese Informationen werden an die Fernsteuerung weitergegeben und diese steuert den Motor auf der eingestellten Route.

Gehobene Preisklasse

Der ultimative Minn Kota Motor ist der Ulterra. Er stellt einen großen technologischen Fortschritt dar, denn er verfügt über ein elektronisches Einsatzsystem und ein Pedal zur Motorkontrolle.

Bugmotor für Salzwasser

Die Produktpalette umschließt die Motoren Riptide ST (Super Terrova) und SP (Super Powerdrive). Was die Leistung angeht, sind sie äquivalent mit Heckmotoren. Das Gewicht bleibt das wichtigste Kriterium.

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Motorzubehör

Auf jedem Produktblatt werden Ihnen mehrere Accessoires und Zubehörteile angeboten, um Ihre Ausrüstung zu vervollständigen. Zu jedem Motor werden die jeweils passenden Accessoires angezeigt.

Batterien

Die Wahl der Batterie hängt von der Leistung des Motors ab. Je mehr Amperestunden (Ah), desto größer die Autonomie.

Batterie-Ladegerät

Um Ihre Batterie effizient zu laden, ist ein geeignetes Ladegerät erforderlich, das Ihre Batterie in kurzer Zeit läd (beispielsweise über Nacht, d.h. in etwa 10 Stunden).

Für eine Batterie von 100 Ah ist beispielsweise ein Ladegerät von 10 Ah zu empfehlen. So kann Ihre Batterie innerhalb von 10 Stunden aufgeladen werden.

Batterieklemmen

Zwei Arten von Klemmen sind bei Nootica erhältlich: Schmetterlingsklemmen und Klemmen mit Schnellverschluss. Schmetterlingsklemmen werden verwendet, wenn die Batterie auf dem Boot gelassen wird, wohingegen Klemmen mit Schnellverschluss nützlich sind, wenn die Batterie regelmäßig demontiert werden muss.

Batteriekasten

Batteriekästen schützen die Batterie sowohl vor Wasser als auch vor Schmutz. Sie sind nicht komplett wasserdicht, denn Batterien müssen entgasen.

Wissenswert: Batterien entladen sich auch bei Nichtgebrauch. Natürlich weniger als bei Benutzung, aber durch die enthaltene Flüssigkeit neigen sie dazu, sich langsam zu entladen. Eine Batterie, die sich unter 12 Volt entläd, ist nicht mehr brauchbar, und selbst durch Wiederaufladen wird sie ihre Originalleistung nicht mehr erreichen.

Instandhaltung des Motors

Der Motor muss auf jeden Fall an einem trockenen Ort (beispielsweise Garage) aufbewahrt werden, und muss nach Benutzung mit Süßwasser abgespült werden.

Bei Salzwasser-Motoren muss die Anode kontrolliert werden: Bei mehr als 35 % Verschleiß muss sie ersetzt werden.

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Wenn diese Anweisungen berücksichtigt werden und die Kohlebürsten bei Verschleiß ausgetauscht werden, hat Ihr Motor eine beinahe unbegrenzte Lebensdauer.

Zusammenfassend hier die Fragen, die man sich bei der Wahl des Motors stellen sollte: 1) Süßwasser oder Salzwasser? 2) Heck-, Bug- oder Flanschmontage? 3) Gewicht des Bootes? 4) WhGewünschte Technologie? (Gangschaltung? Geschwindigkeitsregler? I-Pilot? I-Pilot Link?

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