Kaufberatung UKW-Funkgeräte

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Ähnlich wie Echolote und GPS-Geräte gehören UKW-Funkgeräte zur Sicherheitsausrüstung an Bord. Sie haben verschiedene Funktionen auf dem Wasser: Sicherstellung des Kontakts sowohl mit anderen Booten als auch mit der Küste (Hafendienste etc.), Abrufen von Wetterinformationen und Senden von Notmeldungen. UKW-Funkgeräte funktionieren auf Hochfrequenz, zwischen 156 und 162,025 MHz. Die Auswahl von UKW-Radios von den führenden Marken (Navicom, Cobra, Garmin, etc.) ist sehr groß, und dieser Beitrag soll Ihnen dabei helfen, das passende Funkgerät zu finden.

Fixes oder tragbares UKW-Funkgerät?

Tragbare UKW-Funkgeräte haben eine „optische“ Reichweite, die je nach Höhe und Länge der Antenne sowie der Leistung des Senders variiert. Sie haben eine Leistung zwischen 1 und 6 Watt und eine kompakte Antenne. Damit überschreitet ihre Reichweite keine 5 Meilen..

Fixe UKW-Radios haben zahlreiche Vorteile: Ihre Sendeleistung von bis zu 25 Watt ermöglicht eine Kommunikation über 30 bis 40 Meilen von Boot zu Boot oder zu einer Uferfunkstelle dank einer festen Antenne, die in der Regel am höchsten Punkt auf dem Boot angebracht wird. Bei normaler Nutzung beträgt die Autonomie 5 bis 8 Stunden. Darüber hinaus verfügen sie über die Technologie DSC (Digital Selective Call), ein Sicherheitssystem, das zunächst auf Handels- und Fischereischiffen verwendet wurde und sich anschließend auch auf den Freizeitbereich ausgeweitet hat.

DSC gibt es auch bei manchen tragbaren Modellen: Das RT 420 DCS von Navicom gehört beispielsweise dazu.

Reglementierung

Alle an Bord befindlichen Seefunkgeräte müssen bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Nähere Informationen gibt es bei der Bundesnetzagentur Außenstelle Hamburg unter der Rufnummer 040 / 2 36 55 – 0 oder im Internet unter www.bundesnetzagentur.de.

Der Schiffsführer muss im Besitz eines gültigen Funkzeugnisses für die an Bord befindlichen Funkgeräte sein. Dies ist heute in der Regel das SRC (Short Range Certificate). Wer gegen diese Regelung verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Entgegen anders lautender Meldungen bezieht sich diese Regelung nur auf den Schiffsführer und nicht auf die restliche Besatzung.

IP-Schutzklasse

Die IP-Schutzklasse entspricht dem internationalen Standard der Internationalen Elektrotechnischen Kommission. Sie variiert von 0 bis 8, wobei IPX 8 dem höchsten Level an Wasserdichtigkeit entspricht (1,5 Meter während 30 Minuten).

Index

Wasserdichtigkeit

IPX 0

Ohne Schutz

IPX 1

Schutz vor vertikalen Tropfen

IPX 2

Schutz vor schrägen Tropfen (maximale Neigung 15°)

IPX 3

Schutz vor Regen

IPX 4

Schutz vor Spritzwasser

IPX 5

Schutz vor Wasserstrahlen

IPX 6

Schutz bei vorübergehender Überflutung

IPX 7

Schutz beim Eintauchen (bis zu 1 Meter während 30 Minuten)

IPX 8

Schutz beim permanenten Eintauchen (bis zu 2 Meter wärhend 30 Minuten)

 

Welche Unterschiede zwischen den Modellen?

UKW-Funkanlagen sind identisch hinsichtlich ihrer obligatorischen Funktionen und ihrer Sendeleistung, daher macht eine andere Reihe von Kriterien den Unterschied beim Kauf Ihres Funkgeräts.

Bei fixen UKW-Funkgeräten liegt der Unterschied in der Wasserdichtigkeit oder den Zusatzfunktionen wie beispielsweise der Möglichkeit, sie in ein Netzwerk zu konfigurieren, um mit den anderen UKW-Geräten an Bord zu kommunizieren (Interphone), das Verfügen über ASN- und AIS-Anschlüsse (Automatic Identification System) zur Schnittstelle mit einem kompatiblen Kartenlesegerät, etc.

Tragbare UKW-Funkgeräte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Autonomie, ihrer Abmessungen, ihrer Wasserdichtigkeit und ihres Auftriebs.

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